Die Entstehung der Lagortas

Von allen Völker die Yantis ihre Heimat nennen, sind die Lagortas die einzigen die von sich behaupten können ursprünglich auf Yantis gelebt zu haben, wenn auch nicht in dieser Form in der sie heute dort leben. Ursprünglich waren die Lagortas ein Volk von Fischwesen welhe die warmen Gewässer bevölkerten aus denen später Yantis entstehen sollten. Sie bildeten eine Nahezu perfekte Einheit mit der sie umgebenden Natur, dem Wasser. Auch verfügten sehr viele Lagortas über gewaltige magische Kraft, die sie aus den tiefen des Ozeans schöpften. Als jedoch der Urdrache die Inseln aus dem Meer hob weckte er gleichzeitig die Neugier der Lagortas, die sich bald wünschten doch auch das Land bevölkern zu können. Dieses blieb ihnen allerdings verwehrt, denn sie waren nicht in der Lage sich an Land zu bewegen und trockneten dort schnell aus. Ihre Neugier hingegen konnten die Lagortas nicht bezwingen. Ständig beobachteten sie die anderen Wesen, die sich nach und nach auf Yantis einfanden. Immer mehr wollten sie wissen, immer stärker wurde ihr Drang sich mit den Wesen der Oberfläche verständigen zu können. Doch sobald sie ein Wesen der Oberfläche zu sich holten war es unweigerlich dem Tod geweiht, es konnte ja unter Wasser nicht Atmen. So kam es zu ersten Beschwörung der Tiefengeister. Die Tiefengeister sind Wesen des Wassers mit großer magischer Kraft. Allerdings brachte ihre Anrufung nur selten gutes. Bereits aus alten Sagen und Märchen war bekannt das die Tiefengeister nie ohne Gegenleistung halfen. Und so natürlich auch diesmal. Der beschworene Geist hörte sich die Klagen der Lagortas und ihren Wunsch nach Verständigung an. Als Lösung bot er ihnen die Gabe der Telepathie an, doch forderte er dafür einen Teil ihrer Magie und den Klang ihrer Stimme. Nicht lange überlegten die Lagortas, nicht hörten sie auf die Warnungen der Legenden. Sie Akzeptierten, denn wozu brauchten sie noch Stimmen wenn sie sich Telepathisch unterhalten konnten und was hatte ihnen ihre eigene Magie jemals für Vorteile gebracht? Außerdem würden sie diese ja nicht ganz verlieren. Bald jedoch merkten sie, dass die Geister die sie angerufen hatte sie betrogen hatten. Ihre ehemals mächtige Magie war auf dem Niveau von Menschen. Natürlich konnten sie diese verbessern, aber dennoch konnten sie nie wieder so zaubern wie sie zuvor in der Lage dazu gewesen waren. Und auch die Gabe der Telepathie war Trug gewesen. Zwar konnten sie die Gedanken der anderen Hören, jedoch nur wenn sie denjenigen berührten. So konnten sie sich nicht mehr auf lange Entfernungen verständigen und mussten zusammen bleiben. Dies jedoch schränkte das Gebiet ein in dem sie auf Nahrungssuche gehen konnten und auch mit den Wesen der Oberfläche konnten sie sich nicht unterhalten. Denn sobald sie einen Menschen oder ein ähnliches Geschöpf berührten waren dessen Gedanken von Angst beherrscht und die Stimmen die das Wesen in seinen Gedanken vernahm als Fluch und böse Hexerei angesehen. Viele Jahre vergingen und die Lagortas wussten nicht mehr was sie tun sollten. Die Nahrung wurde knapp, da sie jetzt immer in großen Gruppen auf Suche gingen und von der Oberwelt hatten sie immer noch keine Vorstellung. Bis eines Tages ein geistig verwirrter Junge seinen Weg an den Rand eines Meeres fand. Dieser Knabe hatte keine Angst von den Lagortas. In seinen Augen war das Leben und die Welt ein einziges Paradies in dem es nichts Böses geben konnte. Und aus den Gedanken dieses Jungen lernten die Lagortas nun die Welt der Oberfläche kennen. In den Gedanken aller Lagortas manifestierte sich ein Bild des Paradieses, das ihnen für immer verschlossen bleiben sollte. Schließlich wurde das Verlangen die Oberfläche betreten zu können so groß, dass die Lagortas die Lehren der Vergangenheit ein weiteres Mal vergaßen und sich erneut an die Tiefengeister wandten. Diesmal war es ihr Wunsch, an Land wandeln zu können. Die Geister meinten ihnen auch diesen Wunsch erfüllen zu können, doch würden sie dafür ihre Fähigkeit Unterwasser leben zu können verlieren. Auch diesmal gingen die Lagortas darauf ein. Kaum jedoch hatten sie den Pakt geschlossen verloren sie die Fähigkeit Unterwasser, wo sich zu diesem Zeitpunkt fast alle Lagortas, befanden zu atmen. Nur die, die sich am schnellsten bewegen konnten erreichten noch die rettende Oberfläche. Dort mussten sie feststellen das ihr Körper sich verändert hatte, er glich nicht mehr dem der Fische, auch wenn sie ihre Schuppen nicht verloren hatten. Anstelle des Schwanzes hatten sie zwei schuppige Beine, anstelle der Flossenhände hatten sie Finger bekommen ja sogar ihre Augen waren nicht mehr rund wie der von Fischen sondern Mandelförmig. Als sie zum ersten mal Land betraten mussten sie feststellen, dass sie ein zweites Mal betrogen worden waren. Denn das Land war nicht das Paradies auf Erden.Es war genauso hart dort zu überleben wie im Meer. Viele der Lagortas gingen, als sie das erkannten zurück ins Wasser, wo sie ertranken. Nur die jungen und kräftigen überlebten. Sie allerdings entwickelten sich an Land schnell weiter. So verloren sie zum Beispiel zum Teil ihre Schuppen, die blaue Farbe und wurde Grün oder Bräunlich. Heute haben die Lagortas sich an das Leben an Land gewöhnt. Allerdings bevorzugen sie nach wie vor feuchte Gebiete wie Regenwälder oder Seenplatten als Wohnräume. An Land lernten die Lagortas schnell die Drachen achten, hoch zu schätzen und zu verehren. Denn sie waren die einzigen die an der Welt der Oberfläche an das Paradies erinnerten und über dieses Stück Paradies würden sie nichts kommen lassen.

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