

Lange bevor es Menschen gab, lange vor unsere Zeitrechung überflog der Urdrache die weiten des Ozeans auf dem einst unsere Inseln entstehen sollten. Er war bereits weit geflogen auf der Suche nach einem Ort an dem er sich niederlassen konnte. Als er sich nun mitten über dem Ozean befand übermannte ihn die Müdigkeit, doch es gab nirgendwo eine Möglichkeit sich nieder zu lassen. Also ließ der gewaltigste und älteste aller Drachen seinen heißen Atem über die See fegen. Die gewaltigen Feuermassen die der Drache spie ließen die See an einigen Stellen verdampfen und die feurige Glut des Erdinneren an die Oberfläche treten. An dem Ort über dem der Drache schwebte als er sein Feuer entfachte entstand die größte aller Inseln. Doch das Feuer des Drachen breitete sich unter der Erde weiter aus und rund um die erste Insel entstanden weitere Inseln, einige große und viele kleine, deren Zahl bis heute nur grob geschätzt werden kann. Als der Urdrache sich schließlich zur wohl verdienten Ruhe auf der großen Insel niederließ, erschien am Horizont ein weiterer Drache, ein weiblicher Drache.
Auch dieser war weit geflogen und hatte als sie das Feuer des ersten aller Drachen sah sich sofort zu ihm aufgemacht den ein Drache mit einem Solch leuchtendem Feuer musste sehr mächtig sein, und ein mächtiger Drache zeugt mächtige Kinder. Was die Drachin nicht wusste war das sie dem allerersten Drachen, ihrem eigenen Vorfahren gegenüber stand. Doch das war ihr auch reichlich egal, es gab nur sehr sehr sehr wenig Drachen auf dieser Welt und ein Drachen wie dieser war ihr noch nie Begegnet.
Auch der Urdrache dem seit langem keines seiner Kinder mehr begegnet war, war der Drachin nicht abgeneigt da auch sie ein außergewöhnlich schönes Exemplar ihrer Rasse war.
So kam es das der mächtigste aller Drachen seine wohlverdiente Ruhe noch nicht allzu schnell fand. Doch nach einigen Jahren mit der Drachin waren die Kräfte des Drachen endgültig erschöpft, doch die Drachin nahm mit dem Ausbrüten der Eier die sie gelegt hatte die große Insel komplett in Besitz.
Also zog sich der eigentliche Schöpfer der Inseln von Yantis auf eine der kleineren Inseln zurück um sich dort schlafen zu legen. Doch die Insel die er sich zu Schlafplatz erwählt hatte hielt dem gewaltigen Gewicht des schlafenden Drachen nicht stand, sie sank ein Stück ein und die See überflutete den grossteil der Insel. Die überfluteten Teile der Insel verwandelten sich in ein gewaltiges Moor, über dem ständig giftiger Nebel liegt. Nur an wenigen Tagen im Jahr treibt ein frischer Wind den Nebel ein Stück ins innere der Insel, so dass man bei genauem hinsehen die Umrisse des schlafenden Drachens erkennen kann.
Alsbald zog sich auch die große Drachin an einen Ort zurück, der dem Schreiber dieser Geschichte nicht bekannt ist.
Aus den Eiern, welche die Drachin gelegt hatte, schlüpfte kurz darauf eine vielzahl verschiedener Drachen. Je nach dem wie lange die Drachin das Nest in dem die Eier gelegen hatten, bebrütet hatte waren die Drachen die schlüpften größer oder kleiner, bunt oder einfarbig. Doch die Drachen untereinander vertrugen sich nicht. Die, welche eigentlich als Brüder geboren wurden bekriegten sich bald. Nach Jahren des Kampfes unter den Drachen zogen sich die Drachen auf die verschiedenen Inseln zurück, doch die Wut und der Hass aufeinander war nicht schwächer geworden.
Da jedoch die Drachen in den Kämpfen schwere Verluste erlitten hatten, entschieden sie sich ihren Streit auf eine andere Art und Weise weiter zu führen. Sie holten die Menschen auf ihre Inseln und versuchten durch Manipulation die Menschen dazu zu bringen gegen die Bewohner der andern Inseln vorzugehen.
Nach und nach brachten die Drachen auch andere Rassen auf die Inseln doch keine Rasse erwies sich so als so erfolgreich wie die Menschen, die keine andere Rasse duldeten die ihnen keinen Vorteil brachten. Einzig die Zwerge konnten in der Inselwelt Fuß fassen. Trotz ihrer Angst vor Wasser, denn ihre Gier nach den reichen Bodenschätzen der ehemaligen Vulkane ließ sie sogar diese Angst über Winden. Die Rassen, die nicht so erfolgreich waren zogen sich in die abgelegensten Teile der Inseln zurück. Die Elfen etwa mussten sich bis tief ins innere des Jungels zurückziehen und selbst dort wird ihnen der Platz noch von Echsenmenschen und anderem Getier streitig gemacht.
Nur auf der Toteninsel, der Ruheinsel des ersten Drachen wagten sich weder Mensch noch Drache. Denn selbst während seines Schlafes verändert der Drache noch das Leben der Menschen auf den Inseln. Denn sein heißer Atem hält die Vulkane der Feuerinsel am Brennen, sein Kopf weist in Richtung genau jener Insel und das Feuer, das er ausstößt bahnt sich unterirdisch seinen Weg zu den Bergen des Feuers.
Nach einigen Jahren des Wetteiferns unter den Menschen wandten sich die Menschen gegen die Drachen und ein neuer Krieg folget.
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