Die Grafschaft Tuleen

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Drachen

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Die Insel- Gruppe des Windes, die Tuuleen-Inseln, sind im Gegensatz zu den Inseln des Feuers und der Erde, ein sehr Flaches Gebiet das dem Wind, der über die Wellen des Meeres weht keinen Wiederstand bietet. Die weiten mit Gras bewachsenen Ebenen sind die Heimat einer kleinen Drachenart, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften zu Boten oder Jagddrachen ausgebildet werden kann. Diese Drachenart ist die einzige Unterart der Drachen von Yantis die sich von Menschen zähmen lässt.
Eine weitere Besonderheit der Grafschaft des Windes ist, dass sie in mehrere größere
Inseln Aufgespalten ist, die zwar um ein wesentliches kleiner als die andern
Hauptinseln der verschiedenen Grafschaften aber dennoch bei weitem Größer sind als die
Baronien. Der Wind der Tag für Tag über die Ebenen der Grafschaft fegt bringt ständige Veränderungen mit sich, denn kein Tag ist wie der andere. Die Küstenregionen der
Tuuleen-Inseln verändern sich auf Grund der starken Brandung fast täglich.
Deshalb ist nur an wenigen, durch Klippen abgeschotteten Buchten das Ankern von Schiffen möglich.
Im inneren des Landes Leben meist Bauern, deren Felder das Bild der Windgrafschaft maßgeblich prägen. Das Korn, das auf den weiten Ebenen der Windinseln angebaut wird ist wohl das Größte Kapital der Inselgruppe, auch wenn die Inseln hauptsächlich wegen ihrer Botendrachen geschätzt werden. Der Weizen der Windinseln ist sehr ertragreich, wächst allerdings nur an sehr kurzen, robusten Stängeln, die selbst starker Wind nicht zu knicken vermag. Allerdings erschweren die kurzen Stile des Korns den Bauern die Ernte, da diese Hauptsächlich mit Hand durchgeführt werden muss, denn selbst eine scharfe Sense löst die reifen Ähren nur schwer vom Stängel .
Die Aufzucht, Zucht und Ausbildung der Drachen des Windreiches, ist hauptsächlich dem Adelstand und, mit Zustimmung der Obrigkeit, auch den sehr gut situierten und gebildeten Großbauern erlaubt.
Die Aufzucht selbst findet meist in der Nähe der Felsküsten der Tuuleen-Inseln statt, da die Drachen dort bevorzugt brüten. Zur späteren Ausbildung werden die Jungdrachen ins Landesinnere Gebracht und bewusst schweren stürmen und andern Widrigkeiten ausgesetzt um sie robust zu machen und ihre Kondition zu steigern.
Ein gut ausgebildeter Drache kann selbst bei starken Stürmen lange Strecken zurücklegen ohne Landen zu müssen.
Im Gegensatz zu den einigen anderen Inseln gibt es auf den Tuuleen-Inseln kaum Zwerge.
Diese Tatsache ist wohl auf das Mangeln von Bergen zurückzuführen.

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Herrschaft

Die Adelsfolge der Windinseln geht normalerweise an den ältesten Sohn oder, ab dem Antritt des 13 Königs, an die älteste Tochter in der Herrscher Familie über. Bleibt einmal ein Graf ohne Kinder so wie im Jahre 19, des 9. Königs von Yantis, so übernimmt die Gräfin die Staatsführung und nach ihrem ableben, falls Kinderlos da eine weiter Hochzeit nicht ausgeschlossen ist, der nächste Verwandte der Familie.
Der Nachweis über den ersten Grafen von Tuuleen gab es bereits im Jahre 2 des 1 Königs von Yantis, als einer der Berater und Freunde des damaligen, hochehrwürdigen Königs in den Grafenstand von Tuuleen erhoben wurde.
Dieser Adlige Heinrich, Graf von Tuuleen ist der Begründer des Adelsstandes der Windinseln.
Unter ihm und seinen Nachfolgern bzw. Nachfolgerinnen erholte sich die Windgrafschaft schnell von den Folgen des großen Krieges zu Beginn unserer Zeitrechnung.
Wichtig für die Windgrafen ist vor allem, dass sie auf einer der Inseln ihrer Grafschaft leben, entschließt sich ein Erbe durch heirat oder andere Verbindung die Tuuleen- Inseln zu verlassen, um auf einer anderen Insel zu leben, scheidet er automatisch aus der Erbfolge aus.
Dies bedeutet nicht das es den Adligen von Tuuleen verboten ist zu reisen, es ist ihnen nur verboten ihren Wohnsitz außerhalb der Windgrafschaft zu haben, denn dies würde zur Folge haben, dass der Kontakt zum eigenen Volk und vor allem zu den Drachen des Windes zu schwinden beginnen würde.
Die Adligen der Winde sind dem König von Yantis seit jeher treu ergeben auch wenn der Kontakt zwischen König und Graf bzw. Gräfin nicht mehr so gut ist wie zur Zeit der ersten Könige von Yantis.

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Drachen

Die Drachen von Tuuleen gehören zwar zu den kleinsten Drachen von Yantis, sind dafür in größerer Zahl vertreten als jede andere Drachenart.
Die Flügelspannweite eines Winddrachen liegt zwischen 2-3 Metern, in sehr sehr seltenen Fällen erreichen Drachen eine Spannweite von bis zu 5 Metern. Diese Drachen sind dann aber dem Hochadel vorbehalten, zumal es nur alle 25 Jahre einen solchen Drachen gibt.
Die Aufzucht der Drachen beginnt mit dem Tag an dem der weibliche Drache das Ei in eine Spalte der Felsklippen gelegt hat. Den Adligen Züchtern oder Ausbildern ist es meist zu gefährlich die Dracheneier aus ihren Nestern zu holen, da diese direkt über der tosenden See liegen und ein Abrutschen von den scharfen Kannten der Kliffs den sicheren Tod bedeuten würde. Nur die mutigsten und unerschrockensten Adligen holen ihre Eier selbst aus den Nestern. Ein grossteil der Bevölkerung ist der Meinung an diesem Mut erkenne man einen wahren Drachenzüchter.
Die andern Adligen bürden diese Aufgabe meist Leibeigenen, meist noch Kinder, auf. Diese können durch das Abliefern einiger Dracheneier meist die Freiheit ihrer Familie als auch einen kleinen Geldbetrag gewinnen, oder das Leben verlieren. Einige dieser Jugendlichen entscheiden sich selbst nach ihrer Freigabe noch weiter für die Drachenzüchter zu arbeiten, denn für jedes Drachenei das sie einem Züchter bringen gibt es einen mehr oder weniger hohen Geldbetrag.
Der Diebstahl eines Dracheneis ist eine der schwersten Vergehen der Windlande und wird fast immer mit Totengaleere oder Tod durch den Strick bestraft.
Nach der Übergabe der Eier an den Züchter brütet dieser sie aus. Es heißt, je Stärker der Wind weht während der Drache schlüpft, desdo größer und besser wird der Drache.
Wird ein Drachen mit einer übernatürlichen Flügelspannweite geboren so ist dies umgehend dem herrschenden Grafen zu melden und das Junge auf dessen Verlangen auch an ihn auszuliefern.
Die Drachen der Windinseln haben schwarze Flughäute, während die Haut über den Knochen des Flügels, am Kopf und an einigen Stellen des Körpers giftgrün ist. Der Rest des Körpers ist schwarz, genauso wie die Augen und die Schwanzspitze der Drachen.
Die Musterung des Körpers und des Schwanzes mit Ausnahme der Spitze sind individuell.
Fast alle Drachenzüchter lassen ihren Drachen ihr Wappen in eine Schuppe ritzen Diese Zeichen muss zwar aufgrund des Schuppenverlustes der Drachen des öfteren erneuert werden ist aber für einen Drachen nicht schädlich.
Erst 5 Monate nach der Geburt des Drachen wird ihm auf den weiten Ebenen das Fliegen beigebracht indem man einen erwachsenen Drachen direkt vor den Augen des Jungen immer wieder zum Aufsteigen bringt. Nach einiger Zeit fangen die Drachen an die Flugbewegungen der großen Drachen nachzuahmen und lernen so das Fliegen. Nach dem die Drachen die Grundbewegungen des Fliegens erlernt haben, kommt der zweite Teil der Ausbildung.
Die Jungdrachen werden an einer hohen Stange festgebunden, die Schnüre die der Drache um die Brust bekommt, gehen nicht bis ganz zum Boden so das der Drache bei ruhigem Wind zwar auf der Stange sitzen kann bei Sturm allerdings muss der Drache gegen den Wind ankämpfen, wenn er nicht hilflos im Wind treiben will.
Ein guter Drachenzüchter sitzt selbst bei stärkstem Wind am Fuß des Stabes an dem der Drache angebunden ist um ihm sofort zu Hilfe kommen zu können falls dieser nicht mehr kann.
Nachdem der Jungdrache bis zur Erschöpfung trainiert wurde, folgt ein Zeit der Erholung in der die Drachen von ihren Züchtern gepflegt werden, je länger es ein Drache im Wind aushielt desto größer ist die Zeit der Erholung die folgt.
Da die Winddrachen durchaus intelligent sind verstehen sie schnell den Zusammenhang zwischen Ausdauer im Training und der Zeit der Erholung. Während der Zeit des Trainings bildete sich ein besondere Art der Freundschaft zwischen Drache und Mensch. Ein sehr guter Drachentrainer ist sogar in der Lage mit einem Windrachen eine Verbindung einzugehen ohne ihn gesehen zu haben.
Die wenigsten Züchter geben einen Drachen her wenn sie ihn einmal aufgezogen haben und wenn sie es tun, dann verkaufen oder verschenken sie ihre Drachen nur an gute Freunde oder Verwandte.

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